KONZEPT
DOWNLOAD
GAMES
WALKING
NEWSLETTER
GUESTBOOK
KONTAKT
IMPRESSUM
ZurückStartseite

fr  |  de

WEB-WALKING IM Kiischpelt

Ziel dieses Projektes ist, das "patrimoine", das kulturelle und ökologische Erbe im Kiischpelt einem möglichst breiten Publikum zugänglich und erlebbar zu machen. Damit soll neben den anderen Zielen auch dazu beigetragen werden, dieses „patrimoine“ lebendig zu halten.

 

1. Die drei Säulen

1.1. Der Internetauftritt

Die Themen sollen zunächst über das Internet zugänglich gemacht werden ("Web"). Dabei wurde im Rahmen der Erarbeitung des Konzeptes immer deutlicher, dass der Internet-Auftritt im Projekt eine zentrale Rolle spielen muss.

Zunächst einmal legt dies natürlich der Name „Web-Walking“ nahe.

Zweitens soll der Internet-Auftritt eine doppelte Rolle erfüllen (und wird damit eigentlich zu einer Art Doppel-Säule).

  • - Er ist zunächst einmal ein Portal, auf das potentielle Besucher mehr oder weniger zufällig stoßen. Gleichzeitig hilft er ihnen, sich auf den Besuch umfassend vorzubereiten.

  • - Außerdem dient der Internet-Auftritt zur Nachbereitung und Vertiefung. Die Faltblätter und Stationen sollen die Besucher dazu anregen, sich noch einmal intensiv mit dem Thema (und damit auch mit dem Kiischpelt) zu beschäftigen.

Drittens bietet nur das Internet eine Möglichkeit, die ganze Bandbreite der Möglichkeiten (Texte, Links, Animationen, eigene Übungen usw.) umfassend und kostengünstig auszuschöpfen.

 

1.2. Die Stationen

Vor Ort sollen dann zu jedem Thema Stationen mit Tafeln, Informationspunkte oder Animationen aufgebaut werden. Diese Stationen ermöglichen die direkte Begegnung mit dem Objekt oder Thema. Sie sollen genau wie der Internet-Auftritt die Besucher zur eigenen Aktivität motivieren.

Dadurch soll neben die Information auch die eigene Erfahrung, das eigene Tun und das eigene Erleben treten. Dabei sollen gezielt verschiedene Sinne, verschiedene Fähigkeiten, verschiedene Dimensionen des Menschen (z. B. Vernunft, Emotion) usw. angesprochen werden, um das Interesse zu wecken und Neues zu lernen.

 

1.3. Die Faltblätter

Schließlich wollen wir Faltblätter zu unseren Themen herausgegeben, die die Besucher (genau wie der Internet-Auftritt) dazu motivieren sollen, sich selbst auf den Weg zu machen und sich die Dinge auch an Ort und Stelle anzusehen ("Walking"). Neben der entsprechenden Karte sollen diese Faltblätter die wichtigsten Informationen enthalten und die Besucher soweit wie möglich anregen, diese Informationen nicht nur passiv zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch selbst aktiv zu werden.

Dieses traditionelle Medium ist natürlich (anders als das Internet) begrenzt. Ein Faltblatt hat eben nur eine begrenzte Größe. Außerdem ist es mehr oder weniger statisch: einmal gedruckt sind Änderungen nicht mehr möglich. Andererseits ist es aber leicht zugänglich und vor allem transportabel. Am Ende soll eine Sammelmappe (oder etwas ähnliches) mit 10 bis 15 Faltblättern stehen, also eine Art „Web-Guide“ durch den Kiischpelt.

 

2. Das „Kiischpelt-Web“

Auf diese Art entsteht nicht ein einziger fester Lehrpfad. Vielmehr sollen entlang der bestehenden Wanderwege Lern- und Erfahrungspunkte eingerichtet und dazu passend Faltblätter herausgegeben sowie Internet-Informationen angeboten werden, die sich Besucher an zentralen Punkten abholen bzw. aus dem Internet herunterladen können.

Auf diese Art wird ein Netz („Web“) von Punkten und Themen im ganzen Kiischpelt entstehen, aus dem sich die Besucher das auswählen und zusammenstellen können, was sie (an diesem Tag) interessiert. Im Grunde genommen kann sich dann jeder Besucher seinen eigenen Lehrpfad mit den für ihn interessanten Themen und Punkten zusammenstellen.

Dabei sollen die Besucher – wie schon gesagt -  über die drei Säulen (bzw. eine davon) motiviert werden, selbst etwas zu tun. Das können eigene Zeichnungen sein, aber auch Aktivitäten wie etwas zu bauen, Pflanzen oder ähnliches zu bestimmen, Installationen in Bewegung zu setzen und natürlich zu gehen. Hier bietet sich bei einigen Themen auch die Möglichkeit, bereits existierende Materialien (wie z. B. Wasser- oder Naturerlebniskoffer) gegen eine Kaution zu verleihen.

Darüber hinaus bietet dieses Konzept den Vorteil, dass es für thematische und räumliche Erweiterungen (z. B. im Rahmen der geplanten Gemeindefusionen) offen ist.

Bei den bisherigen Recherchen für das Projekt deutet sich an, dass dieser umfassende Ansatz (durch die Kombination der „drei Säulen“ und die möglichste konsequente Erfahrungsorientierung) neu ist. (So gibt es z. B. bereits eine Reihe von Gemeinden in Europa, die einen Schnittpunkt zwischen einem Längen- und einem Breitengrad markiert haben. Eine Station, die mit einem umfassenden Internet-Auftritt verbunden ist und die eigene Messungen und Beobachtungen erlaubt, wurde allerdings bis jetzt nicht gefunden.)

 

3. Die Projektträger

Das Projekt wird getragen von

  • - Naturpark Our - SIVOUR

  • - der Gemeinde Wilwerwiltz,

  • - EBLUL Luxemburg asbl - Sproochenhaus und dem

  • - Syndicat d’Initiative Kiischpelt asbl.

Der Internet-Auftritt des Projektes wird im Rahmen des LEADER+-Programmes gefördert.

Durch diese breite Trägerschaft auf regionaler und lokaler Ebene ist sichergestellt, dass das Projekt auch nach seiner Installierung entsprechend betreut, fortgeführt und aktualisiert wird.

Darüber hinaus wird eine Zusammenarbeit mit dem Schulsyndikat „Schoulkauz“ aufgebaut.

Auf nationaler Ebene sollen die entsprechenden Ministerien, Institutionen usw. einbezogen werden.

 

4. Die Zielgruppen

Zielgruppen sind zunächst einmal alle Einwohner und Schulkinder des Kiischpelt und der Nachbargemeinden.

Besonders interessant kann das Projekt auch für die Spiel- und Primärschule sein, da hier Themen und Punkte zugänglich gemacht werden, die Themen und Bereiche abdecken, die in den Lehrplänen der Primärschulen vorgesehen sind. Da es sich nicht um einen einzigen Lehrpfad handelt, kann das „Web-Walking“ in Form von kleineren Projekten mehrmals in den Unterricht integriert werden. Gerade hier kann auch das Internet eine Rolle spielen. Die Internet-Präsentation muss die Möglichkeit bieten, das Erlebte zu wiederholen und zu vertiefen (z. B. durch Links).

Auch für die neue Scout-Gruppe St. Maurice könnte das Projekt interessant sein, da es vom Konzept her dem heutigen Ansatz der Pfadfinder nahe kommt.

Hinzu kommen natürlich sowohl die Touristen als auch die Besucher, die nur einen Tag in den Kiischpelt kommen.

Neben den eher klassischen Motiven, den Kiischpelt zu besuchen (z. B. Interesse an der Natur, Interesse für traditionelle Dinge wie Lohe, Häuser) können auch moderne Entwicklungen und eher ausgefallene Hobbies angesprochen werden. Dazu zählen z. B. „Geocaching“ (www.geocaching.de, www.geocaching.com) und „Degree confluence“ (www.confluence.org), das Glockenläuten (www.warendorf-freckenhorst.de/glocken) oder „Train Spotting“ (www.rail.lu).

Ein solches Projekt kann darüber hinaus den Besuchern das Gefühl vermitteln, dass es im Kiischpelt (noch) viel zu sehen gibt und sich ein weiterer Besuch lohnt. Im Gegensatz zu einem einzigen Lehrpfad lässt sich ein solches Netz nicht an einem Tag erwandern. Außerdem kann durch Wettbewerbe u. ä. eine zusätzliche Bindung zum Kiischpelt aufgebaut werden.

Zu dieser Zielgruppe gehören dann auch - wenn das irgendwann wieder möglich sein wird - Jugendgruppen, die für ein Camp oder ein Wochenende in den Kiischpelt kommen.

 

Für das Konzept: Alwin Geimer, Charel Schmit

Drucken   |   PDF   |   An einen Freund senden