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Bewässerung der SeitentälerIn den Seitentälern

Auch in den kleineren Seitentälern gab es früher  fast überall Wiesen. Dort benutzte man aber ein einfacheres Bewässerungssystem.

Die kleinen Bäche wurden entlang der Tiefenlinie regelrecht kanalisiert. Von dort aus zweigte man zu beiden Seiten kleine, horizontale Gräben ab.

Der Bach wurde dann durch Grassoden aufgestaut, so dass sich das Wasser in die Seitengräben verteilte. Diese Seitengräben liefen dann – genau wie die größeren Gräben an der Clerve – auf der gesamten Länge über. Auf diese Weise wurde unterhalb des Grabens ein Streifen Wiese gleichmäßig gewässert.

Unterhalb dieses bewässerten Streifens wurde dann der nächste Seitengraben angelegt. Auf diese Art und Weise arbeitete man sich langsam von oben nach unten durch das Tal vor. Der Bach in der Mitte und die Seitengräben bildeten am Ende eine Art Fischgrätmuster.

Wiesenbeil

Wichtigstes Werkzeug war dabei das Wiesenbeil.

Wenn man einen neuen Graben anlegen wollte, wurde mit der Beil-Seite die Grasnabe an den beiden Seiten entlang durchschlagen. Dann wurde sie auch quer dazu etwa alle 30 bis 40 Zentimeter durchtrennt. Die rechteckigen Grassoden wurden dann mit der Hacken-Seite ausgehoben und auf der unteren, tiefer gelegenen Seite des Grabens aufsetzt. Auf die gleiche Art und Weise schlug man damit die Grassoden aus, mit denen man dann den Bach zusetzte. Außerdem benutzte man es zum Unterhalt der bestehenden Gräben.

Wenn der Bach genug Wasser führte, begann in den kleinen Tälern das Wässern der Wiesen bereits im Herbst und zog sich, nur vom Frost unterbrochen, bis ins Frühjahr hin. Erst vor dem Heemoont wurde dann der Bachlauf komplett geöffnet, damit die Wiesen zur Heuernte trocken waren und das Heu an Ort und Stelle getrocknet werden konnte.

Diese Wiesen wurden auch mit Asche gedüngt. Dadurch wurde zum Beispiel der „Weiße Klee“, eine begehrte Futterpflanze, gefördert.

Fléizweiher

In einigen kleinen Tälern, im Kiischpelt zum Beispiel in der Mouderbaach und im Hondswénkel, wurden auch Fléizweiher angelegt. Damit hatte man in Trockenperioden eine gewisse Wasserreserve. Man legte diese Weiher aber auch dort an, wo die Wassermenge für eine länger andauernde Wiesenbewässerung nicht ausreichte. Mit Hilfe des gestauten Wassers aus den Weihern konnte man die Wiesen dann zumindest zeitweise bewässern, zum Beispiel nach der Heuernte.

Warum bewässern - Die Bewässerung - Bauweise der Wehre - Lage der Wehre - Wehre im Kiischpelt - Die Seitentäler - Das Ende des Fléizens

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