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Die Bewässerung

An der Clerve (wahrscheinlich auch an größeren Seitenbächen wie dem Pentscher Baach) arbeitete man mit Wehren, den so genannten Schleisen. Von dort aus führten Gräben nahezu horizontal in die Wiesen hinein.

Die Wiesen an der Clerve wurden in der Regel nur einmal im Jahr, nach der Heuernte im Juli, dem Heemoont, bewässert. Die einzelnen Syndicate sprachen sich meist untereinander ab. Wegen der Fischerei und der anderen Nutzer (z. B. den Mühlen) musste immer ein bestimmter Wasserdurchfluss erhalten bleiben. Jedes Wehr wurde für etwa acht Tage geschlossen. Da die Gräben nahezu horizontal angelegt waren, konnte man mit den Schiebern im Wehr den Wasserstand so regulieren, dass die Gräben überliefen. Das Wasser lief auf der gesamten Länge in die Wiesen hinein. Es stand etwa zwei Zentimeter hoch über der Grasnarbe. Die überfluteten Wiesen waren für die Kinder ein beliebter Spielplatz. Diese Bewässerung der Wiesen führte dazu, dass der Ertrag beim zweiten Schnitt, dem Groum, deutlich besser ausfiel.

Diese Wehre wurden von einem Syndicat (= Genossenschaft) betrieben und unterhalten. Mitglieder waren die Besitzer der Wiesen, die von dort aus bewässert wurden. Das Syndicat bzw. sein Präsident regelte die notwendigen Arbeiten, die Schließung des Wehres und die Verteilung des Wassers. Gefährlich war dabei vor allem die Reinigung der Wehre nach dem Hochwasser.

Warum bewässern - Die Bewässerung - Bauweise der Wehre - Lage der Wehre - Wehre im Kiischpelt - Die Seitentäler - Das Ende des Fléizens

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