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Von Gängen und Brunnen

Auch bei der Schuttburg wird in den umliegenden Dörfern bis heute von geheimen Gängen und einem tiefen Brunnen gesprochen.

Ein Gang soll von der Burg aus hinauf zum Consthumer Friedhof, der zweite dagegen hinunter zur Clerve führen. Außerdem taucht immer wieder die Geschichte vom Schatz in einem geheimen Verlies auf. Schließlich soll der Brunnen 100 m tief sein, damit die Burg mit Grundwasser von der Clerve versorgt werden konnte.

Alle diese Geschichten dürften aber frei erfunden sein. Solch tiefe Brunnen konnte man im 12. und 13. Jh. noch gar nicht graben. Das bergmännische Können, um einen 100 m tiefen Brunnen zu bauen, entwickelte sich erst im 15. Jh., also am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit. Aber auch zu dieser Zeit dürfte der Herrschaft Schuttburg das Kapital für einen solchen Brunnen gefehlt haben. Das Gleiche gilt dann für die beiden Geheimgänge. Die Übereste des "Brunnens" im älteren Teil der Schuttburg stammen also wohl eher von einer Zisterne.

 

Von Gängen und Brunnen

Räuber als Mönche

Kribsewé

vom Zehnten

im Renert

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