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Die Zukunft der Lohhecken

Im Ösling gibt es noch 10.000 bis 12.000 ha Lohhecken. Seit dem zweiten Weltkrieg wird bei uns aber kaum noch Lohe produziert. Chemische Gerbstoffe und Importe aus der Dritten Welt haben sie aus den meisten Gerbereien verdrängt. Außerdem fällt die Arbeit vor allem in die Zeit von April bis Juni. Die Lohhecken bieten also keine ganzjährigen Arbeitsplätze. Deshalb sind die meisten Lohhecken heute so alt, dass sich die Frage stellt, was aus ihnen werden soll.

Sie prägen im Ösling immer noch das Gesicht der Landschaft und haben in den letzten 300 Jahren auch die Wirtschaft und die Kultur mitbestimmt. Außerdem sind sie ein abwechslungsreicher Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Einige Arten sind durch das Überaltern der Lohhecken vom Aussterben bedroht.

Ansätze und Lösungsvorschläge.

Es ist sehr teuer, größere Flächen allein für den Landschafts- oder Naturschutz zu erhalten. Daher stellt sich die Frage nach anderen Möglichkeiten.

Mittlerweile gibt es wieder eine relativ hohe Nachfrage nach Eichenlohe. Um diese Nachfrage zu decken, könnten 1.000 bis 2.000 (Hektar) ha weiterhin als "echte" Lohhecken genutzt werden. Dagegen werden im Moment nur ungefähr 15 ha im Jahr für die Lohgewinnung „auf den Stock gesetzt“. Das ergibt bei einem Rhythmus von 20 – 30 Jahren nur etwa 300 – 450 ha Lohhecken.

Das ließe sich noch steigern, wenn es im Rahmen einer verstärkten Nutzung von „alternativen Energiequellen“ möglich und wirtschaftlich vertretbar wäre, aus den Lohhecken Brennholz oder Holzhäcksel für Heizungen zu gewinnen. Man kann dabei von einem Holzertrag von 80 – 100 Raummeter pro ha ausgehen.

Trotzdem muß man zur Zeit davon ausgehen, dass sich ein großer Teil nicht als Lohhecken erhalten läßt. Die Forstverwaltung strebte daher in den vergangenen Jahren an, die Lohhecken in einen Mittel- bzw. Hochwald zu überführen, der nach modernen forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet wird. Mittlerweile deutet sich aber an, dass auch die Erhaltung von Kulturlandschaften in die Ziele der Forstwirtschaft aufgenommen wird. Damit könnten bis zu 5.000 ha Lohhecken erhalten werden, also etwa 40 % des Bestandes.

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