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Die Lohhecken

Lohhecken sind keine „natürliche“ Lebensgemeinschaft. Sie sind entstanden, weil der Mensch den Wald auf eine ganz bestimmte Art und Weise genutzt hat.

Eine Lohhecke vor dem Räumen mit Hainbuche (links), Birke (rechts hinten) und Eberesche (rechts vorne); Foto Alwin Geimer

Früher wurden die Lohhecken etwa alle 20 – 30 Jahre „auf den Stock gesetzt“. Neben der Rinde wurde nahezu das gesamte Holz, auch die dünneren Äste, als Brennholz genutzt. Dann wurde ein- bis zweimal Getreide eingesät (zunächst Roggen, dann Buchweizen) und geerntet. Der Wald wurde also sehr intensiv genutzt. Dadurch entzog man dem Wald und dem Boden immer wieder Biomasse und Nährstoffe.

Eichen können aus den Wurzelstöcken heraus neu treiben. So entsteht das für die Lohhecken typische Bild von mehreren Stämmen, die aus der gleichen Wurzel herauswachsen. Da diese Stämme nach 20 – 30 Jahren wieder gefällt wurden, entwickelte sich ein Niederwald. Die Wurzelstöcke waren nach etwa 200 bis 250 Jahren zu alt. Sie mussten dann entfernt und durch neue Eichen ersetzt werden.

Obwohl (oder gerade weil) die Lohhecken keine „echte Natur“ sind, sind sie eine sehr abwechslungsreiche Lebensgemeinschaft. Jedes Jahr wurde nur etwa ein zwanzigstel der gesamten Fläche geschlagen. Da der größte Teil der Lohhecken in Privatbesitz war, entstand ein regelrechter Flickenteppich aus kleinen Flächen mit einem sehr unterschiedlichen Alter. Gleichzeitig verändert sich die Artenzusammensetzung bei Tieren und Pflanzen mit dem Alter einer Lohhecke. Genutzte Lohhecken boten deshalb vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Dies läßt sich heute im Kiischpelt auf den Flächen beobachten, die seit über zehn Jahren wieder als Lohhecken genutzt werden. Einige Tierarten wie z. B. die Wildkatze und das Haselhuhn sind auf einen solchen abwechslungsreichen Lebensraum angewiesen. Sie können bei uns nur überleben, wenn auch ihr Lebensraum, hier die Lohhecken, erhalten bleibt.

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