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Lou-Seminar im Kiischpelt

Loh-Seminar im Kiischpelt, Vorträge im Centre Communal, Wilwerwiltz, Foto A. Geimer

 

Am 18. und 19. Mai fand im Rahmen des Kulturjahres im Kiischpelt ein internationales Lou-Seminar statt.

Gäste und Referenten aus Luxemburg, Frankreich, Deutschland und der Schweiz beschäftigten sich mit verschiedenen Formen der Niederwaldwirtschaft in Mitteleuropa, mit ihrer Geschichte, aber auch mit ihrer Zukunft.

 

Vorträge beim Lohseminar im Kiischpelt

Jean Weber (Wiltz) sprach über die Gerbereien in Wiltz und Joh. Rendenbach jr. (Trier) stellte das Altgrubengerben vor. Informationen zum Gerben finden sie bei uns unter dem Stichwort "Gerbstoffe".

Dieses Seminar war eine Art Fortsetzung des Seminars über “Die Lohhecken des Öslings und das Haselhuhn” am 21. und 22. Juni 1990 im Schloss von Clervaux, das damals von „Hëllef fir d'Natur”, der “Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga”, dem „Musée National d'Histoire Naturelle“ und der „Association des Universitaires au Service de l'Administration des Eaux et Forêts“ getragen wurde.

Lohhecken auf dem Penzebierg, Exkusion beim Loh-Seminar, Foto Otto HahnIm Verlauf dieses Seminars wurde deutlich, dass Niederwälder ein europäisches Phänomen sind. Neben den vier Beispielen aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Luxemburg wurde immer wieder auf Beispiele in anderen europäischen Ländern hingewiesen. Allerdings gab und gibt es zwischen diesen Beispielen große Unterschiede bei den Baumarten und den Nutzungsansprüchen.
Deutlich wurde auch, dass es in diesem Bereich Forschungsbedarf gibt. Bei den Eichen geht man bis jetzt davon aus, dass die Wurzelstöcke nach etwa 200 bis 240 Jahren überaltert sind. Die Ergebnisse in der Schweiz deuten darauf aber darauf hin, dass sich bei den Kastanien nicht nur neue Stockausschläge bilden, sondern sich nach dem Schlag auch die Wurzeln erneuern. Von daher stellt sich dann die Frage, ob dies bei anderen Baumarten vielleicht auch so ist oder ob dies nur für die Kastanien zutrifft.
Gleichzeitig stellt sich überall die Frage nach der Zukunft der Niederwälder. Eng verbunden sind damit einerseits Fragen des Naturschutzes und des Erhalts eines wichtigen Elements unserer europäischen Kulturlandschaft.Andererseits gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Niederwaldwirtschaft dem Prinzip der Nachhaltigkeit gerecht wird. Dieses (heute) politische Schlagwort stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Für die einen bedeutet Niederwaldwirtschaft einen extremen Raubbau, für die anderen ist es eine nachhaltige und Ertrag versprechende Form der Waldbewirtschaftung.
Hinzu kommt, dass man bereits über moderne Formen einer Niederwaldwirtschaft nachdenkt, bei denen mit modernster Technik und mit ausgewählten Baumarten, teilweise mit Hybriden, in möglichst kurzer Zeit möglichst große Mengen an Schwachholz für den Energiebereich produziert werden sollen.

Insgesamt bot dieses Seminar den Teilnehmern interessante Einblicke in die europäischen Niederwälder. Im Rahmen dieses Seminars konnte aber nur ein kleiner Ausschnitt geboten werden. Niederwälder gibt es vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer. Es wurde deshalb auch darüber gesprochen, dass es eine Fortsetzung geben sollte, die dieser europäischen Dimension wirklich gerecht wird.

Wir bedanken uns bei den Referenten und bei Georges Bechet für ihre Korrekturen und die Fotos zu diesem Text.

Grundlage für diesen Text ist der folgende Artikel aus dem "De Cliärrwer Kanton":
    GEIMER, Alwin (2007): Lou-Seminar im Kiischpelt. - in: De Cliärrwer Kanton, 2/2007

Veranstalter:

  • Forstverwalung
  • Gemeinde Kiischpelt
  • Lycée Technique Agricole Ettelbruck
  • Naturhistorisches Museum Luxemburg
  • Naturpark Our
  • Syndicat d'Initiative Wilwerwiltz

im Rahmen von polygonal Eislek

Waldhistorische Aspekte - Kastanienniederwälder im Tessin(CH) - Niederwälder im Elsass (F)
Hauberge im Siegerland (D)Lohhecken in Luxemburg

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