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Biographie

 

Max Goergen wurde am 29. November 1893 in Steinsel geboren.

Er war der älteste Sohn des Gymnasialpro- fessors und Schriftstellers Willy Goergen (geboren am 30. April 1867 in Steinsel) und seiner Frau Elisabeth, geborene Kintzelé, einer Lehrerstochter. Die Eltern heirateten am 28. Dezember 1892 in Steinsel. Das Vaterhaus, genannt „Staffelshaus“, ist auch heute noch in seinem ursprünglichen Baustil erhalten. Der jüngere Bruder Ernest wurde am 21. Dezember 1894 geboren. Er war zuerst Rechtsanwalt, später Direktor der Staatssparkasse. Der Vater Willy Goergen gehört zu den bekanntesten luxemburgischen Schriftstellern. Seit 1898 lebte die Familie in der Stadt Luxemburg.

1913 bestand Max Goergen am Grossherzoglichen Athenäum in Luxemburg das Abitur . Um diese Zeit befiel ihn ein lästiges Hörleiden, das ihm sein ganzes Leben lang schwer zu schaffen machte. 1914 trat er in die Beamtenlaufbahn in der Verwaltung der „Assurance-Vieillesse et Invalidité“ in Luxemburg ein. 1915 führte ihn der „Annuaire officiel du Grand Duché de Luxembourg“ ( 6 (1915), S. 481) als „commis provisoire“.

Am 2. Dezember 1917 fand die Uraufführung seines ersten Theaterstückes „D’Schmattslisy“ im sogenannten „Follékshaus“ in der Innenstadt Luxemburgs statt.

1918 wurde Max Goergen zum „Commis“ in der oben genannten Verwaltung befördert. (Annuaire officiel du Grand Duché de Luxembourg, 9 [1918], S. 429.) Er verließ aber schon im Februar 1920 den Verwaltungsdienst und studierte Rechtswissenschaft und  Volkswirtschaft in Paris, Frankfurt am Main, Nancy, Straßburg und Bonn. Am 9. Januar 1926 promovierte er zum Doktor der Rechte.

1926 war er einer der Begründer der Zeitschrift „Jong-Heemecht. Zeitschrift für heimatliches Theater, Schrift- und Volkstum“, deren erste Nummer am 1. September 1926 erschien. Verantwortlicher Herausgeber war bis 1935 Victor Neuens (1898-1975), fremdsprachlicher Korrespondent bei Arbed-Belval. Treibende Kraft war der Geistliche Joseph Hurt  (1892-1962). Ab dem Jahrgang 1935 wurde Friny Gilson Hauptschriftleiter. Die Zeitschrift stellte ihr Erscheinen im Mai 1940 ein.

Schließlich heiratete er am 24. August 1927 Aline Jacoby, Professorin am Mädchenlyzeum in Esch/Alzette. Die Ehe blieb kinderlos. Von 1929 bis 1957 lebte das Ehepaar in Esch/Alzette. 1929 wird Max Goergen vom „Barreau de Luxembourg, Conseil de l’Ordre“ als „avocat stagiaire“ geführt (bis zum Jahre 1936, ohne Nennung des Rechtsanwaltsbüros; nach „Annuaire officiel du Grand-Duché de Luxembourg“, 21 [1930] – 27 [1936]).

DE WÖLLE GROF

Aufführung in Differdange im Juli 2008

mehr Infos hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Vermittlung des damaligen Leiters der Luxemburger Landesbibliothek, Pierre Frieden (1892 - 1959), - kurz vor dessen Inhaftierung im Gefängnis im Grund und im Konzentrationslager Hinzert – wurde Max Goergen 1942 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Landesbibliothek berufen. Dort betreute er bis zu seiner Pensionierung die „Luxemburgensia-Sammlung".

1946 erschien der erste Jahrgang der „Bibliographie luxembourgeoise“, deren Berichtszeit vom 10. September 1944 bis zum 31. Dezember 1945 reicht. Sie ist wie alle späteren Goergenschen Bearbeitungen systematisch angelegt, jedoch unter Ausschluss des unselbständigen Schrifttums. Ein Verfasserregister gab es ab Jg. 1, das Titel- und Ortsregister erst seit Berichtsjahr 1950.

Für das Hörspiel „Dat Friemd. E Spill an engem Akt“ erhielt er 1948 den Michel-Rodange-Preis von Radio-Luxemburg.

Im gleichen Jahr verfasste er mit seinem Freund Pfarrer Joseph Hurt anonym für die „Kiischpelter Freilichtspiele“ „D’Kiischpelter Donatispill“.
Diesem Stück folgten - ebenfalls in Zusammenarbeit mit Joseph Hurt - 1949 „D’Kiischpelter Spill vum wölle Grôf. E Virspill a 4 Deeler“ und 1950 „D’Kiischpelter Spill vun den drei Kreizer. Spill a 5 Deeler, engem Vir- a Nospill“.
1956 erhielt er wiederum den Michel-Rodange-Preis für “De wölle Grôf. E Radiospill.“

Max-Goergen-Haus (Sproochenhaus) Wilwerwiltz,  Foto Alwin GeimerAb 1957 lebte er mit seiner Frau in Wilwerwiltz. Im November 1958 trat er in den Ruhestand.

Am 9. Februar 1978 starb er  im Krankenhaus in Wiltz.

 

Quelle: Max Goergen. Gesamtwierk. Band 1. Theaterstécker. - Éditions J.-P. Krippler-Müller, Luxembourg 1985 (= Klassiker vun der Letzebuerger Literatur, Fennefte Band; S. 9 f

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