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Arbeiten in den Lohhecken

Von den vielen Arbeitsgängen sind nur noch zwei übrig geblieben: das Räumen und das Schläissen.

Früher wurden nach dem Schläissen noch de Saang gebrannt.

Im Herbst wurde dann Roggen (Kar) eingesät und im zweiten Jahr geerntet. Im dritten Jahr wurde dann Buchweizen (Wellkuer) angebaut.

 

Februar und März: das Räumen

Eine geräumte Hecke vor dem Schläissen: Hainbuchen, Haselnußsträucher, Birken usw. wurden geschlagen; Foto: Alwin Geimer

Ehe die Bäume und Hecken wieder austreiben, werden außer den Eichen alle übrigen Bäume und Hecken gefällt und zu Brennholz zugeschnitten. So kann später direkt mit dem Schläissen angefangen werden.

Das Foto zeigt eine solche geräumte Hecke im Mai, unmittelbar vor dem Schläissen.

 

Mai und Juni: das Schläissen

An der eigentlichen Arbeit hat sich in den letzten 200 Jahren wenig verändert. Nur die Bäume fällt man heute nicht mehr mit der Axt, sondern mit der Motorsäge. Zuerst werden die unteren Äste mit der Kromm abgeschlagen.
Die Rinde wird mit der Kromm in Mannshöhe rundherum eingeschnitten und dann mit der Kromm oder dem Resser zwei bis dreimal der Länge nach aufgeschlitzt.
Die Eichen werden zunächst mannshoch geschält. (Foto Alwin Geimer) Mit Hilfe des Louschlessels wird der Stamm bis in Mannshöhe geschält.
 Weil es bei der Motorsäge auf einen Schnitt mehr oder weniger nicht ankommt, fällt man den Baum zunächst etwa einen Meter über dem Boden. Er wird aber nicht ganz durchtrennt, so dass der Stamm am Stumpf hängenbleibt. Dadurch hat man beim Schläissen den Stamm in Arbeitshöhe vor sich und kann ihn einfacher rundherum abschälen.
Die oberen Äste werden abgetrennt, der Stamm wird noch einmal aufgestützt und dann ganz geschält.
Dazu wird die Rinde wieder alle zwei Meter rundherum eingeschnitten, mit dem Resser zwei bis dreimal der Länge nach aufgeschlitzt und mit dem Louläffel vom Stamm gelöst.
Die Lohstreifen werden im Wald vorgetrocknet und zum endgültigen Trocknen nach Hause gebracht. Schießlich wird die getrocknete Lohe gebündelt. Diese Biirden wiegen etwa 25 kg.
Auch der untere Teil des Stammes wird gefällt, so daß die Bäume bis auf den Wurzelstock herunter gefällt werden (“auf den Stock setzen“). Das Holz wird als Brennholz zugeschnitten.
Früher wurden, vor allem bei hohen Preisen, auch die Loukleppel, also die dünnen Eichenstangen und Äste, geschält. Das war meist eine Arbeit für die Kinder oder die Alten. Die Äste werden dabei mit dem Hammer auf einem Stein als Unterlage geklopft, bis sich die Rinde mehr oder weniger von selbst ablöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lohe wird heute vor allem zum „natürlichen“ Gerben von Leder und für medizinische Zwecke (Bäder, Cremes usw. oder für Verdauungsmittel) verwendet. Da beides immer populärer wird, ist die Nachfrage nach Lohe und damit auch der Preis in den letzten Jahren wieder gestiegen. Im Moment ist die Nachfrage größer das Angebot.

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