Die Hochflächen

Die Entwicklung begann mit der variskischen Faltung der Gesteine aus dem Devon. Die gefalteteten Gesteine wurden zu einem Gebirge, dem "Rheinischen Schiefergebirge", heraus gehoben. Dieses Gebirge wurde relativ schnell wieder abgetragen. Den Abtragungsschutt findet man in den Gesteinen aus der Buntsandsteinzeit, die südlich von uns den Nordrand des Luxemburger Gutlandes (und damit des Pariser Beckens) bilden. Unser Gebiet war dann bis zum Tertiär, also bis vor etwa 65 Millionen Jahren, eine flache Insel. Die Küste war nicht weit entfernt. Schon bei Diekirch findet man zum Beispiel Kalksteine, die im Muschelkalk in einem flachen Meer abgelagert wurden.
Im tropischen Klima des Tertiär fand die Einebnung dieser Insel dann ihre "Vollendung". Sie lag nur wenig über dem Meeresspiegel. Unsere heutigen Hochflächen sind die Überreste der Oberfläche dieser alten Insel. Deshalb ist der Horizont im Ösling (fast) eine gerade Linie. Dies ist auf dem Foto gut zu erkennen.
Vor etwa 50 Millionen begann sich der gesamte Block des Rheinischen Schiefergebirges langsam wieder zu heben. Ursache war der Zusammenstoß Afrikas und Eurasiens, durch den am Südrand Europas unter anderem die Alpen entstanden (alpidische Faltung). Dadurch wurde aus der flachen Insel langsam eine Hochfläche.
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