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Clerftal südlich von Lellingen, Foto Alwin GeimerDas Tal der Clerve

Interessant ist auch der Verlauf des Clerve-Tales im Kiischpelt. Insgesamt verläuft es etwa von NW nach SE. Es steht dabei mehr oder weniger senkrecht zum variskischen Streichen und folgt dem so genannten „herzynischen“ Streichen. Allerdings verändert das Tal im Kiischpelt mehrmals seinen Charakter.

Zwischen Enscherange und Wilwerwiltz verläuft es fast gerade von NW nach SE. Es ist ein relativ breites Wiesental mit eher flachen Hängen. Die Clerve bildet in den Wiesen markante Schlingen („Mäander“) aus. Auch an den Hängen, vor allem auf der Ostseite, tritt der Wald zurück.

Unmittelbar südlich von Wilwerwiltz schieben sich kulissenartig mehr oder weniger flache Höhenrücken ins Tal hinein. Sie folgen dem variskischen Streichen (SW nach NE) und zwingen die Clerve dazu, grosse Mäander zu machen. Nun macht nicht nur der Fluss, sondern auch das Tal solche Mäander ("Talmäander"). Ursache dafür dürften härtere Gesteinsschichten sein, die hier am Südrand der Wiltzer Mulde nahezu senkrecht an die Oberfläche treten und den Kern dieser Höhenrücken bilden.

Südlich von Lellingen wird das Tal noch enger und der Wald tritt auf beiden Talseiten in den Vordergrund. Bereits der erste Höhenzug südlich von Lellingen ist steil und vollständig bewaldet. Er bildet eine sehr markante Rippe, die nur sehr schmal ist, die Clerve aber zu einem deutlichen Mäander nach SW zwingt. Der Eisenbahntunnel durch diesen Höhenzug ist nur ca. 160 m lang. Man kann einfach hindurchsehen. Neben dem stärkeren Gefälle dürfte auch hier die Geologie die Ursache sein. Die Clerve verlässt hier die weichen Wiltzer Schiefer und tritt in die Clerfer Schichten ein, in denen immer wieder harte Quarzsandstein- und Quarzit-Schichten auftreten, die sich dem Fluß regelrecht in den Weg stellen. Die Grenze zwischen Wiltzer Schiefern und Clerfer Schichten wird durch die dünne, aber extrem harte Schicht des Quarzit von Berlé markiert, der direkt südlich von Lellingen (z. B. am nördlichen Tunnelportal) ansteht.

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