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_ST. WILLIBRORD
_ST. DONATUS

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Kapelle St. Willibrord mit dem Willibrordusbrunnen, A Wiss/Wilwerwiltz, Foto A. GeimerDer Willibrordusbrunnen

Bereits kurz nach Willibrords Tod († 739) begann seine Verehrung in Echternach und an vielen Orten, wo er missioniert hatte. Ob und an welchen Orten Willibrord während seiner Missionstätigkeit tatsächlich die abgelegenen und wälderbedeckten Ardennen duerchquerte, bleibt letztlich sein Geheimnis. Einige Orte in Luxemburg berufen sich jedenfalls auf die Tradition Willibrords. So auch Wilwerwiltz, wo eine alte Legende erzählt, dass der Heilige in der Nähe vom heutigen Dorf eine Rast eingelegt hätte. Sein Reittier liess er auf einer Wiese grasen. Da kam der Eigentümer des Wiesengrundes und ärgerte sich darüber. Weshalb Willibrord daraufhin seinen Reisestab nahm, ihn in den Boden stiess und eine Quelle zum Vorschein kam. Damit wurde der Mann entschädigt. Ähnliche Legenden existieren an vielen anderen Orten mit einem Willibrordusbrunnen. Allerdings lassen die oben genannten frühen Schenkungen sowie der Ortsname „Willibrodus-Wiltz / Wilwerwiltz“ darauf schliessen, dass die Legende von Wilwerwiltz auf einer geschichtlichen Tatsache beruhen könnte. Manche Forscher sind sogar der Meinung, dass die Willibrordus-Verehrung in Wilwerwiltz – ausserhalb von Echternach – wohl eine der ältesten im Luxemburger Raum wäre.

Kapelle St. Willibrord mit dem Willibrordusbrunnen, A Wiss/Wilwerwiltz, Foto A. GeimerDiese Quelle, gelegen im Tal der Clerf mit dem Flurnamen „a Wiss“, wurde später in einem Brunnen gefasst. Erst 1935 wurde ein Kapellchen nach den Plänen des Architekten Christian Scholl aus Esch/Alzette über diesen Brunnen errichtet. Das Wasser wird alljährlich am Pfingstmontag während einer Eucharistiefeier gesegnet und noch gelegentlich gebraucht gegen das sogenannte „Wöllt Feier“ oder „Wölwertsfeier“, einer Hautkrankheit. Vielleicht kann eine in nächster Zeit geplante wissenschaftliche Analyse des Quellwassers darüber näher Aufschluss bringen. Im Pfarrarchiv von Pintsch befindet sich eine alte Segensformel des „Willibrordswassers“ die von Prof. Wampach um das Jahr 1700 datiert worden ist.

Willibrordusbrunnen - Willibrorduskirche - Wilwerwiltzer Glocken

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