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Die Willibrorduskirche von Wilwerwiltz

Kirche St. Willibrord, WilwerwiltzDie alte Kirche von Wilwerwiltz, bis zur franz. Revolution gleichzeitig Schlosskirche der Landherrschaft Wilwerwiltz, war von je her dem Hl. Willibrord geweiht. Sie musste der neuen stattlicheren Kirche weichen, die in den Jahren 1960-63 nach den Plänen der Architekten Leo und Guillaume Gaul aus Diekirch erbaut und am 28. Juli 1963 von Bischof Léo Lommel konsekriert wurde.

Der jetzige rechte Seitenaltar – in der alten Kirche der Hauptaltar – ist dem hl. Willibrord geweiht und geht zurück auf das Jahr 1685. Die dort aufgestellte Statue (auch 17. Jh.) ist eine recht eigenwillige Darstellung des Friesenapostels. Der als Bischof dargestellte Heilige trägt zwar eine Mitra, aber keinen Hirtenstab. Die rechte Hand ist offensichtlich zum Segen erhoben und zeigt drei Finger. Der Geschichtsforscher Abbé Henri Blackes (1901-1987), welcher aus der Pfarrei Kiischpelt (von Siebenaler) stammte, vermutet einen Zusammenhang mit dem Echternacher Konventsiegel, der ein Kreuz und eine segnende Gotteshand über einer Wolke darstellte. Diese Form des Echternacher Siegelwappens kommt laut Willibrordsforscher Abbé Georges Kiesel bereits um 1530 vor und wird später lange Zeit vom Kloster verwendet. Verloren gingen bei der Wilwerwiltzer Bischofsfigur leider schon vor längerer Zeit zwei Attribute: eine kleinere Gestalt eines Fallsüchtigen, der neben dem Heiligen dargestellt war und noch von Joh. Engling 1863 erwähnt wird, sowie ein geschlossenes kleineres Buch, von dem Georges Kiesel 1969 in seinem Buch „Der Heilige Willibrord im Zeugnis der bildenden Kunst“ zu berichten weiss.

Neben dem Willibrordusaltar wurde auch der 1745 geweihte Wendelinsaltar (als Muttergottes-Seitenaltar) in den neuen Bau eingefügt. Als Nebenpatrone werden in Wilwerwiltz die beiden Ewalde verehrt, die zu Willibrords frühesten Mitarbeiter gehörten, und um 691 im Stammland der Sachsen während ihrer Missionsarbeit den Märtyrertod fanden. Ihre sterblichen Überreste werden heute in der Kirche St. Kunibert in Köln aufbewahrt. In Wilwerwiltz sind diese äusserst selten verehrten Heiligen an der linken Langhauswand als Priester im ländlichen Barock dargestellt, mit ihren Märtyrer-Attributen: Schwert und Palmzweig in den Händen. Auf der Westfassade befindet sich ein grosses Steinrelief von Bildhauer Leo Nosbusch. Der Hl. Willibrord wird als Erzbischof dargestellt mit der Kirche von Wilwerwiltz in der rechten Hand.

Willibrordusbrunnen - Willibrorduskirche - Wilwerwiltzer Glocken

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