Der Hl. Donatus im Kiischpelt
Die Pfarrei Pintsch (Kiischpelt) erhielt ihre Reliquie im Jahre 1748. Sie wurde in ein schönes Reliquiar eingefasst, das vermutlich vom Viandener Goldschmied Franz Carl Felsenhart (ca 1701-1782) hergestellt wurde. Im gleichen Jahr wurde eine mitgliederstarke Donatusbruderschaft gegründet und die gesamte Pfarrei (immerhin neun Dörfer) unter den Schutz des beliebten Heiligen gestellt. Für die erste Jahrhunderfeier liess Pfarrer Nic. Dernoeden (1843-1876) beim heutigen Friedhof in Pintsch eine Donatuskapelle errichten. Hundert Jahre später verstand es Pfarrer Jos. Hurt (1945-1952), die Bewohner seiner Pfarrei für die Donatusverehrung zu begeistern. Die zweite Jahrhundertfeier ging in die Geschichte ein durch die beeindruckende Aufführung seines Freilichtspieles „Kischpelter Donatispill“, wo fast die gesamte Jugend aus der weitläufigen Pfarrei mitwirkte.
Bis heute haben die Einwohner des Kiischpelt sowie die angrenzenden Pfarreien Eschweiler, Knaphoscheid, Merkoltz und Kautenbach an der Tradition der Donatusverehrung und Wallfahrt festgehalten. Nicht nur der Pfarrer pflegt hier zu sagen: „Den Hl. Donatus hëlleft!“ Diese Überzeugung ist ein Teil gelebten Christentums vieler Menschen, die weiterhin auf die Kraft Gottes und die Fürsprache der Heiligen vertrauen, um Geborgenheit zu erhalten und ihr Leben in sicheren Händen zu wissen.
Leben und Legenden - Verehrung des Hl. Donatus - Der Hl. Donatus im Kiischpelt
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