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Orgel und Spieltisch der Müller-Orgel in Pintsch, Foto Francis ErasmyDie Restauration von 2005

In der Fastenzeit 2005 begannen die Restaurationsarbeiten durch die Orgelmanufaktur Hugo Mayer unter der Leitung des erfahrenen Orgelbauers John Campbell sowie den Lehrlingen Christoph Korn und Alexander Schmidt. Die wesentlichen Arbeiten wurden in der Pfarrkirche selbst durchgeführt. Zu diesem Zweck wandelte man die Empore in eine Werkstatt um, baute das gesamte Pfeifenwerk (780 Pfeifen) aus und lagerte es entsprechend den Registern. Auch sonst wurde die Orgel in alle möglichen und unmöglichen Bestandteile zerlegt. Für den nicht eingeweihten Betrachter bot sich ein heilloses Durcheinander, für den Kenner aber ergab sich ein anderes Bild.

Der Holzwurm war nahezu in allen Holzteilen zu finden und hatte die Orgel viel stärker beschädigt als zuvor angenommen. Viele Teile waren aus Nadelhölzern gefertigt, die auf Holzwürmer geradezu einladend wirkten. Deshalb wurde auch das Gehäuse (außer der schönen Fassade) von Schreinermeister Rob Felten aus Pintsch komplett erneuert. Auch die Seitenwände wurden nun in Eichenholz gefertigt. Außerdem erhielt das Gehäuse jetzt ein Dach, insbesondere wegen der starken Aufheizphase der Heizung, aber auch zum Schutz des Pfeifenwerkes vor künftigen Verschmutzungen.

Die Restaurierung der Müller-Orgel in Pintsch 2005, Foto Francis ErasmyDie Restaurierung der Müller-Orgel in Pintsch 2005, Foto Francis ErasmyDie Pfeifen wurden einzeln gewaschen und vom Schmutz befreit. Während die meisten Metall-Pfeifen vor Ort ausgebeult und hergerichtet wurden, mussten viele Holzpfeifen in die Werkstatt abtransportiert werden. Dort behandelte man sie - genau wie unzählige andere Teile der Orgel – auf Wurmbefall. Die gesamte Pneumatik (meterlange Rohre aus Messing oder Blei, die den Spieltisch mit den Windladen verbinden) wurde auf Herz und Nieren überprüft.

Den Spieltisch transportierte man ebenfalls nach Heusweiler, wo er in all seine Bestandteile zerlegt und aufwändig restauriert wurde. Der grosse Doppelfaltenbalg, die „Lunge“ der Orgel, wurde vor Ort erneuert und wie die gesamte Anlage neu abgedichtet. Das Gebläse der 30er Jahre wurde durch ein neues Spezialgebläse (Langsamläufer 1400 upm/min. 13 cbm 1.1 Kw) ersetzt, das in einem neuen Dämmkasten hinter der Orgel steht. Im Laufe der Jahrzehnte, vor allem durch die immer schlechter ansprechende Traktur, war der Winddruck allmählich erhöht worden, so dass er 2005 schließlich auf fast 120 mm stand. Der Winddruck konnte nun auf seine ursprünglichen 87 mm herabgesenkt werden und gibt dem Klang seine ehemalige Noblesse wieder.

Der Spieltisch der Müller-Orgel in Pintsch, Foto Francis ErasmyIm Mai/Juni wurde der generalüberholte Spieltisch angeliefert und die Orgel wieder zusammengebaut. Alle Membranen, Keilbälgchen und Registersteuerungen wurden komplett erneuert. Der Elektrobetrieb Zahnen aus Clerf installierte eine neue Beleuchtung für den Spieltisch sowie für das Innere des Orgelwerkes. Das gesamte, sorgfältig restaurierte Pfeifenwerk wurde wieder eingebaut. Die Prospektpfeifen (Register „Principal“) polierte man von Hand. Bei der Intonation legte man besonders großen Wert auf den Erhalt des typisch Müller’schen Klanges. Abschließend wurde die Orgel einer Generalstimmung unterzogen.

 

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