Unsere Gesteine
Abgelagert im Devon
Das Devon begann vor etwa 410 Millionen Jahren und endete vor etwa 355 Millionen Jahren. Seinen Namen verdankt es der englischen Grafschaft Devonshire. Im Devon eroberten Pflanzen und Tiere auch das Festland.
Große Teile von Mittel- und Südeuropa waren von Meeren bedeckt, die durch flache Schwellen und Inseln voneinander getrennt waren. Im Süden lag der riesige Kontinent Gondwana und im Norden der Old-Red-Kontinent. Diese Meere lagen in der Nähe des Äquators, also in den Tropen. Östlich von uns erstreckte sich von der Eifel bis zum Harz ein Gürtel aus Korallen- und Algenriffen. Dort entstanden fossilreiche Riffkalke mit zahlreichen Fossilien, die man zum Beispiel um Prüm und Gerolstein in der Eifel finden kann.
Bei uns dagegen wurden in diesen Meeren vor allem Ton und Sand abgelagert. Wo sich der Meeresboden besonders lange und intensiv senkte, entstanden devonische Gesteinsschichten mit mehr als 10 km Dicke („Mächtigkeit“). Diese Gesteine wurde verfestigt und dann durch Druck und Hitze umgewandelt ("Metamorphose"). Aus dem Ton entstanden dadurch Schiefergesteine, aus dem Sand Quarzsandsteine und Quarzite (siehe Quarzit von Berlé).
Neben dem Quarzit von Berlé wurden (und werden) in unserem Bereich vor allem die Quarzite aus den sogenannten "Clerfer Schichten" abgebaut. Interessante (historische) Aufnahmen zu einem dieser Steinbrüche, dem früheren Staatssteinbruch Merkholtz finden sie unter http://www.rail.lu (im Menupunkt "Werkbahnen" Luxemburg anklicken, dann in der Liste Merkholtz suchen).
Dabei wurden die Minerale teilweise aufgeschmolzen. Diese Schmelzen drangen dann in Spalten ein und kühlten dort ab. So entstanden z. B. die weißen Quarzadern, die man sehr häufig findet. Leider findet man selten schöne größere Bergkristalle.
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