KONZEPT
DOWNLOAD
GAMES
WALKING
NEWSLETTER
GUESTBOOK
KONTAKT
IMPRESSUM
ZurückStartseite
_GESTEINE
_FALTUNG
_N-S-QUERSCHNITT
_QUARZIT VON BERLé
_TEKTONIT
_KARTEN
_LINKS

fr  |  de

Falten in den Clerfer Schichten, Himmelbach/Eschweiler, copyright Alwin GeimerFaltung der Gesteine

Ardennen – Alpen der Urzeit (?)

Vor etwa 330 Millionen Jahren - im Unterkarbon - zerbrach Gondwana in mehrere Platten. Eine davon setzte sich nach NW in Bewegung. Die devonischen Gesteine, die im Meer zwischen Gondwana und dem Old-Red-Kontinent waagerecht abgelagert worden waren, wurden zusammengeschoben und in Falten gelegt. Dadurch entstand das variskische Faltengebirge, dessen Reste sich heute von Portugal bis nach Polen erstrecken und einen großen Teil der europäischen Mittelgebirge bilden. Damit war dieses Gebirge einmal so hoch wie die Alpen, aber viel größer. Durch den enormen Druck und die Hitze bei der Faltung wurden viele devonische Gesteine in andere Gesteine umgewandelt, bei uns vor allem in Schiefer und Quarzite.

geologisches Profil durch den Kiischpelt: vom Bahnhof Kautenbach (S) bis Drauffelt (N); entnommen aus: LUCIUS 1950, Anhang (Auschnitt aus dem großen Profil Erpeldange-belg. Grenze)

Da der Druck bei uns aus SSE kam, verlaufen die Falten (geologisch Sättel und Mulden) in WSW-ENE-Richtung („variskisches Streichen“). Eine der Mulden ist die Wiltzer Mulde, die von der belgischen Grenze bei Harlange quer über Nordluxemburg bis zur deutschen Grenze bei Rodershausen verläuft. Den Kern dieser Mulde bilden die weichen, tonig-sandigen Wiltzer Schiefer aus dem Oberen Ems (E3). Die Clerve durchfließt diese Mulde zwischen Kaarspelt (nördlich von Draufelt) und Lellingen. Der „Quarzit von Berlé“ markiert am Eisenbahntunnel bei Lellingen den Südrand der Mulde.

Nach Süden folgen dann die „Clerfer Schichten“ (E2). Sie bestehen in diesem Bereich vor allem aus Quarzsandsteinen und gehören zu einem südlich anschließenden Sattel, der von Schichten des unteren Ems (E1a und E1b) und des Siegen (Sg) gebildet wird..

Wilwerwiltz liegt also in einer geologischen Mulde, Kautenbach dagegen in einem geologischen Sattel.

Drucken   |   PDF   |   An einen Freund senden