Um 1900 erhielt Eschweiler seine erste Pfeifenorgel. Die Gebrüder Müller aus Reifferscheid/Eifel lieferten eine ca. 200 Jahre alte Orgel, die offenbar aus einem englischen Kloster stammte. Da diese Orgel nicht nur alt war, sondern auch über minderwertiges Material verfügte, musste sie mehrmals umgebaut, ergänzt und überholt werden. Während der Ardennenoffensive, im Januar 1945, wurden die Kirche und die Orgel, genau wie das übrige Dorf, schwer beschädigt.
Dank einer Spende der Familie Mergenthaler aus den USA, deren einziger Sohn George Othmar am 18. Dezember 1944 in der Nähe von Eschweiler fiel, konnte die Kirche bereits relativ kurz nach Kriegsende renoviert werden. 1948 konnte eine neue Orgel beim Orgelbauer Joseph Schilling (1904-1952) aus Cruchten in Auftrag gegeben werden. Da es um diese Zeit schwierig war, hochwertiges Material zu bekommen, war diese neue Orgel von Anfang an ein bescheidenes Instrument. Klanglich konnte sie wohl nie so recht überzeugen. Störender aber war die asthmatische Windanlage sowie die Pannen und Aussetzer in Technik und Traktur, die sich mit den Jahren immer stärker bemerkbar machten.
Nachdem der Innenraum der Kirche im Jahr 2000 grundlegend renoviert worden war, stellte sich auch die Frage nach der Orgel. Es wurde deutlich, dass eine weitere Generalüberholung nicht sinnvoll war. Schließlich wurde am 1. Februar 2003 eine neue Orgel beim Orgelbaumeister Wolfgang Eisenbarth aus Passau in Auftrag gegeben. Es ist Wolfgang Eisenbarth hoch anzurechnen, dass er eigens ein Register als Hommage an George Mergenthaler baute und nach ihm benannte. Dieses Register ist aus Eiche und Elsbeere in amerikanischer Bauart und pyramidaler Form ausgeführt. Die neue Orgel wurde am 26. September 2004 von Fernand Franck feierlich eingeweiht.