KONZEPT
DOWNLOAD
GAMES
WALKING
NEWSLETTER
GUESTBOOK
KONTAKT
IMPRESSUM
ZurückStartseite
Partnerprojekte
_NATURLEHRPFAD
_VIA BOTANICA
_KIRCHEN
_PANORAMA MAURICE
_MüHLE
_NARZISSEN 2007
_GEOBOX

fr  |  de

Stationen des Naturlehrpfades Kautenbach

 

 

Station 1: Ruderalfläche

Rainfarn, Foto R. Clement, Naturpark OurUnter der Eisenbahnbrücke befindet sich eine Freifläche mit Ruderalvegetation.  Ruderalpflanzen sind Pflanzen, welche auf Schutt (lat. rudus, rudera) wachsen: entlang der Wege, in Böschungen, ... und ganz allgemein auf Flächen, welche vom Menschen verändert oder beeinflusst wurden, oft innerhalb, oder in unmittelbarer Nähe der Siedlungsbereiche.  Charakteristische Pflanzenarten dieser oft wechselfeuchten, stickstoffreichen Böden sind u. a. der gemeine Beifuss, die große Brennnessel, die gemeine Kratzdistel, der gemeine Rainfarn, die große Klette und die wilde Karde.
 

Station 2: Uferbereiche der Wiltz

Der Uferbereich der Wiltz unterhalb von Kautenbach zeichnet sich durch den ziemlich durchgehenden Bewuchs mit Bach begleitenden Gehölzen, u. a. Erlen, Weiden und Eschen aus.  Diese Ufer- und Böschungsvegetation spielt eine große Rolle im Rahmen der Uferbefestigung und verhindert so größere Erosionsschäden im Falle von Hochwasser.  Zudem bereichern die Bach begleitenden Bäume und Sträucher das Landschaftsbild und bilden einen Lebensraum für eine Reihe von Tierarten. 
 

Pestwurz, Foto R. Clement, Naturpark OurStation 3: Feuchtwiese

Der Weg führt uns nun entlang eines sehr kleinflächigen Feuchtgebietes. Auf den wechselfeuchten Böden entlang der Flugläufe und in den Aubereichen sind meist artenreiche Feucht- und Nasswiesen anzutreffen.  In den engeren Tälern des Öslings sind diese Feuchtgebiete oft nur schmale Streifen entlang der Wasserläufe.  Doch auch in breiteren Tälern bestehen Feuchtwiesen oft nur mehr aus Reststreifen ehemaliger ausgedehnter Feuchtgebiete.  Infolge ihrer massiven Abnahme während der letzten Jahrzehnte müssen die noch bestehenden Gebiete unbedingt erhalten werden. Charakteristische Pflanzen dieser Station sind u. a. das Mädesüss, der Blut-Weiderich, die gemeine Pestwurz und die große Klette.

 

Fingerhut, Foto R. Clement, Naturpark OurStation 4: Fuß der Hockslay

Wir befinden uns hier am Fuße der "Hockslay".  Die ausgelaugten, mageren und meist extrem trockenen Böden solcher Felsvorsprünge bilden einen Lebensraum für eine Reihe interessanter und oft seltener Pflanzen- und Tierarten.  Zudem bieten solche Felsen ideale Wachstumsbedingungen für eine Vielzahl von Flechten und Moosen, darunter zahlreiche zum Teil sehr seltene bzw. Rote-Liste-Arten.  Charakteristische Arten sind hier u. a. der rote Fingerhut, der Besenginster, der Tüpfelfarn, der Salbei-Gamander und die rundblättrige Glockenblume.

 

 

Station 5: Eichen-Hainbuchen-Wald

Foto A. GeimerDer Eichenniederwald ist die traditionelle Waldform dieser Gegend.  Heute sind wahre Niederwälder jedoch selten geworden.  Niederwälder sind nämlich auf eine besondere Bewirtschaftungsweise zurückzuführen.  In kurzen zeitlichen Abständen von 15 bis 20 Jahren wurden die Waldbestände abgeholzt.  Die Eichen lieferten einerseits Brennholz und andererseits die Gerberlohe für die Ledergerbung.  Im Rahmen einer Rottwirtschaft wurde anschließend Hafer und Roggen eingesät.  Aus den Wurzelstöcken wuchsen allmählich zahlreiche neue Stämme heran, die bei ausreichendem Holzzuwachs wiederum genutzt wurden.  Charakteristische Arten dieser Station sind u. a. die Drahtschmiele, der Salbei-Gamander, die weiße Hainsimse und das Maiglöckchen.

 

Karthäusernelke, Foto R. Clement, Naturpark OurStation 6: Die Silikatfelsen der „Hockslay“

Bahnhof Kautenbach (Blick von der Hockslay),  Foto Alwin GeimerWir befinden uns hier auf der so genannten "Hockslay".  Vorhin führte uns der Weg rund 140 Meter tiefer am Fuße des Felsvorsprunges vorbei.  Auf den hier vorkommenden mageren und trockenen Silikatböden wachsen eine Reihe interessanter Pflanzenarten wie z.B. die Karthäuser-Nelke, das Frühlings-Fingerkraut, der Hasen-Idee und der gelbe Hohlzahn. Leider sind diese Extremstandorte jedoch oft, insbesondere im Bereich der -Aussichtspunkte, durch Trittschäden stark gefährdet.

 

Station 7: Fichtenwälder

Fichten sind keine einheimischen Nadelbäume, sie wurden erst im 19. Jahrhundert in Luxemburg eingeführt.  Wegen ihres schnellen Wachstums werden sie jedoch - insbesondere in Privatwaldparzellen - gerne angepflanzt.  Auch ehemalige, aufgegebene Niederwaldparzellen werden meist mit Fichten aufgeforstet.  Fichtenforste zeichnen sich durch geringe Lichtverhältnisse und eine fast abwesende Strauch- und Krautschicht aus.

 

Station 8: Wegränder

Tagpfauenauge, Foto R. Clement, Naturpark OurDie schmalen Streifen zwischen Asphalt und Umland bilden oft Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere, welche aus der intensiv genutzten Kulturlandschaft vertrieben wurden.  Wegränder und angrenzende Böschungen weisen ein besonderes Kleinklima, einen unausgeglichenen Wasserhaushalt und meist nährstoffärmere Böden auf. Deshalb zeichnen sie sich durch eine reichhaltige Zusammensetzung der Blütenpflanzen aus.  Anzutreffen sind hier neben Arten der Magerrasen u. a. die Brennnessel, der Bärenklau, der Löwenzahn, die große Margerite und der Klatschmohn.

 

Weideröschen, Foto R. Clement, Naturpark OurStation 9: Waldrand

Waldränder bilden das Bindeglied zwischen dem Wald und der freien Flur.  Von großem ökologischem, wie auch forstwirtschaftlichern Wert sind artenreiche, stufige und gut strukturierte Wald- und Bestandsränder mit einem nicht oder nur extensiv genutzten Randstreifen.  Neben ihrer Bedeutung für den vorbeugenden Waldschutz gegen Wind, Sturm, Sonne, Feuer und Schadorganismen sowie für das Landschaftsbild spielen sie aus der Sicht der Biotopvernetzung eine bedeutende Rolle.  Typische Sträucher des Waldrandes sind im Ösling u. a. die Bromheere, die Himbeere, der Schlehdorn, die Hundsrose und der rote Holunder.

 

Aussicht vom Turm bei Kautenbach, Quelle: Broschüre der Gemeinde Kautenbach zum Naturlehrpfad

 

Der Aussichtsturm bei Kautenbach

 

 

Station 10: Silikatrasen

Erika, Foto R. Clement, Naturpark OurUnter Trockenrasen versteht man eine Pflanzengesellschaft die auf trockenem bis wechseltrockenem Boden gedeiht.  So genannte Halb-Trockenrasen charakterisieren sich neben Trockenheit durch Nährstoffarmut (Magerrasen), ein besonderes geologisches Substrat (in diesem Fall Schiefer), einen kompakten Boden, der das Wasser nur spärlich eindringen lässt, sowie eine Hanglage, oft nach Süden ausgerichtet.  Da die hier vorkommenden Halb-Trockenrasen auf silikathaltigem Schiefergestein vorkommen, spricht man hier von Silikatrasen.  Charakteristische Pflanzen dieser Magerrasen sind u. a. der Schaf-Schwingel, das kleine Habichtskraut, der kleine Sauerampfer und das Frühlings-Fingerkraut.

Einführung - Karte - Stationen - Aussichtsturm

Drucken   |   PDF   |   An einen Freund senden